Dienstag, 25. Mai 2010

5th station: Mumbai

Mumbai..was erwartet man da? Was haben wir erwartet? Zumindest nicht das, was dann kam.
Als erstes kam uns die Stadt ziemlich ruhig vor. Kein Verkehrschaos, nicht wirklich laut oder viele Menschen unterwegs...Chennai war da um einiges schlimmer.
Nach einer Weile suchen haben wir auch ein schoenes Hotel gefunden..schoen, jedenfalls bis wir abends die Bettwanzen entdeckten. Leider mussten wir alle Naechste am Anfang zahlen, deswegen mussten wir uns mit den kleinen, stechenenden Bettgenossen wohl oder uebel anfreunden (jedenfalls mit den Exemplaren, die das Insektenkillerspray ueberlebten).
Wenn ihr mich kennt, dann wisst ihr, dass ich nicht gerne und schon gar nicht lange in grossen Staedten bin. Die fuenf Tage in Mumbai warn aber echt schoen und entspannt und ich haetts dort auch noch laenger ausgehalten. Unser Hotel war in der Naehe des "Gateways of India", einem grossen Tor zum Meer hin, dass zu eheren irgendeines Englischen Koenigs erbaut wurde, der seine Kolonie besuchen kam. Ironischerweise wird es aber viel mehr mit der abreise des letzten Besatzers in Verbindung gebracht. Vor dem Tor ist ein grosser Platz dort wir haben abends ein bischen gesungen und Gitarre gespielt und entspannt.
Neben dem Gateway ist das Taj Hotel, ein seeehr Nobles Hotel, das ein Inder aus protest baute, weil er als schwarzer nicht in ein anderes Hotel rein durfte...
so interessant ging es grade weiter, immer wieder neues zu entdecken.
Wir waren auf Maerkten, im Muslimischem viertel, haben an einem tag Religionsstadten von vier verschiedenen Religionen besucht (Islam, Jainismus, Hinduismus und Budhismus), suchten vergeblich die "Tuerme des schweigens" auf denen die Parsen noch heute ihre Toten verrotten lassen (eigentlich sollen sie von Adlern gegessen werden, die sterben aber wegen dem Antibiotika in Kuhkadavern aus, deswegen wurden jetzt sonnendedektoren angebracht oder so) usw. usf. ...das Highlight war fuer mich eine gefuerte Tour durch Darhavi, Asiens groesten Slum. Da wurden wir alle mal wieder mit unseren Vorurteilen Konfrontiert. Es war einfach so anders, keine Blechhuetten oder zelte und arme halb verhungerte Menschen, sondern ganz normale indische Steinhausser, klar mit Wellblechdach und enger und kleiner als sonst, aber von Elend und Leid war nichts zu entdecken. Das besondere an diesem Slum ist, dass ein Teil nur fuer Gewerbe genutzt wird, das heisst Leute kommen von ausserhalbt fuer 10 Monate und schaffen dort um ihre Familien auf dem Land zu versorgen. Das ganze zaehlt als eines der bestfunktionierenden wirtschaftssysthemen und hat einen sehr hohen jahresumsatz (die zahl hab ich vergessen), von Resycling (der muell kommt mit dem schif aus amerika oder vlt. auch Europa) ueber Maschinenbau bis zu Leder ( sehr beruehmte luxusmarken produzieren dort lederjacken) ist wirklich alles dabei.
In dem anderen Teil leben normal Menschen und gehen nach aussen zum Arbeiten.
Slum heisst, dass das Land der Regierung gehoert, und das Hauss dem Besitzer (sofern es vor 2000 erbaut wurde, danach war es illegal). Die Mieten in Darhavi sind auch ziemlich hoch. Dharavi (ich versuche verschiedene schreibweisen) ist 1,7 km^2 gross und es leben dort ca. 1,5 millionen menschen.
Es wurden aber schon ein paar Luxusapartmenthaeusser gebaut. Jeder, der ein Haus besitzt bekommt als ersatz, eine Wohnung geschenkt. Die Stadt will aus dem Zentral gelegenen Dharavi ein zweites Honkong machen mit Hochhaeusern und wirtschaftsbauten etc...unser Guide meinte in 20 Jahren ist Dharavi wahrscheinlich geschichte...
Das gute an unserer Tour war, dass unser guide selbst in einem Slum aufgewachsen ist und wir somit wirklich viel erfahren konnten. Die Organisation engagiert sich im Slum, hat dort einen Kindergarten, bald eine schule und ein Computercentre.

Die Tage in Mumbai waren wirklich schoen, manchmal vollgepackt und dann doch wieder entspannt (mit selber kochen im hotel).
Achja, wir haben dann doch noch das Verkehrschaos gefunden aber nur in der Rushhour und durch zufall =) vielleicht sind wir aber auch schon zu viel indischen verkehr gewoehnt ;-)

bald gehts weiter,...ich bin schon zwei stationen hinterher (Aurangabad und Mysore fehlen, morgen gehts schon zu unserer letzten station ooty) gruesse euch alle ganz lieb

Donnerstag, 20. Mai 2010

dritte/vierte Station: Hampi und Panaji

Hampi und Panaji...zwei total unterschiedliche Orte. Ich fang mal beim ersten an: Hampi.
In Hampi war vor hunderten von Jahren ein Koenigreich. Von dem sind jetzt nur noch die Ruinen uebrig. Viele tempel und palaeste. Es war total beeindruckend die riesigen Felsen und in Felsgehauenen gebaeude anzuschauen. Das sieht so aus, als ob ein riesiger riese riesen kieselsteine durch die gegend geworfen haette. An einem Temepel haben wir uns auch eine Fuehrung geleistet, was echt total gut war, es gab einfach sooo viel zu entdecken. Leider war fuer Hampi nur ein tag eingeplant und wir mussten dann abends ziemlich schnell zum Zug hetzen. Es haette noch sooo viel mehr interessantes gegeben. Ein Affen tempel (mit richtigen affen Wie im dschungelbuch..aber die sind da eh ueberall rumgesprungen)und einen see zum schwimmen und und und...
aber wie schon gesagt abends gings wieder zurueck nach Goa. Genauer nach Panaji, die Haupststadt Goas. Das hat man auch gleich an den Preisen gemerkt, die da enorm hoch sind. Die ganze stadt war uns allen auhc eigentlich nicht ganz sympathisch. Da gibts fast nur teure und moderne laeden und total viel reiche inder. Wir ham uns gar nicht mehr in indien gefuehlt. Klar ham wirs auch genossen und sind abend s in einen Club gegangen zum Karaoke singen und so. Aber die Stadt an sich hat mir jedenfalls nicht zu gesagt.
Trotzdem waren die Tage da echt schoen. WIr hatten eine lodge gefunden in der wir ein fuenfbett zimmer bekamen. Der "Herbergsvater" ist die erste nacht ernsthaft aufgeblieben bis wir heimkamen. In der zweiten ham wir ihn dann geweckt, dass er beruhigt schlafen kann und in der dritten hatte er aufgegeben und wir haben abgeschlossen =) es war also sehr familiaer. Normal leben da auch nur inder, wenn sie studieren oder so. War echt nett.
Tagsueber gings einmal nach OldGoa, der ehemaligen hauptstadt goas, wo man viele kirchen und tore etc. angucken kann. Einen tag fuhren wir zu einem Basar in der Umgebung. Da war aber schon das meiste ausverkauft und nur noch die haelfte der staende da. Und in Panaji selbst gabs noch eine schoene kirche, einen strand (wir haben mit Mormonischen missionaren volleyball gespielt) und das Portugiesische viertel (da leben die ganzen super reichen).
ANsonsten haben wir das Nachtleben genossen und auch kulinarisch immer wieder geschlemmt. Entweder mit Richtigem filter Kaffe bei Caffe coffe day oder mit bagette und vollkornbrott zum fruehstueck oder mit speziellen fischgerichten der gegend.

Sonntag, 9. Mai 2010

Urlaub zweite/dritte Station: Gokarna und Palolem

eigentlich gibts hierzu gar nicht viel zu sagen.
Da koennen nur Bilder sprechen...
erst mal Gokarna, suedlich von Goa gelegen. Der Om-beach:ein genialer Strand, immer unterbrochen von Felsen die ins meer rausgehen.
Kuehe und Hunde die den Strand entlang drotten und nur zwei Hotels und dank Nebensaison total ruhig und entspannend.
den sonnenuntergang habn wir einmal ganz draussen auf der spitze eines Felsens beobachtet unter einer einzelnen palme..Ramontisch =)
Einen Tag liefen wir in s dorf zum shoppen (da gibts nur sehr unindische sachen, aber toooll ) und haben die wunderschoene landschaft genossen. Nebenher genossen wir super italienische kueche (unsere geldbeutel wurden schnell sehr duenn ;-) und gingen immer wieder schwimmen und chillen am Strand.
Nach zwei TAgen gings dann aber schon weiter nach Goa, geauer gesagt nach Pelolem. da is s auch total genial, wenn auch viel touristischer und gaaanz anders. Hippis hab ich leider keine gesehen, die sind angeblich eher in Nordgoa. Da gehts dann aber uebermorgen auch hin, dann hab ich vielleicht glueck.
aber auch sonst warn da echt intresante figuren unterwegs und wir hams genossen, mal wieder n bissl was trinken zu koennen und ne shisha zu blubbern. Abends wurde dann natuerlich noch am Strand ausgespannt.

Die Magic an diesen zwei straenden: wenn man nachts ins wasser geht und sich bewegt leuchten ueberall um einen rum so neongruene punkte. Wie gluehwuermchen oder feenstaub..falls der denn existiert =)

Jetzt sind wir grad in Hampi. Heute angekommen und es ist total schoen hier , leider gehn wir morgen aber schon wieder...dafuer gibts dann ja aber vielleicht hippis zum angucken ;-)

(hier muss man pro bild das man hochlaedt 5 Rupien zahlen..ich mach das dann wann anders)

Montag, 3. Mai 2010

Unsere erste Station: Chennai

vor dem Urlaub hatte ich noch Besuch von Caro und Felix. Mit Caro zusammen war ich zwei Tage in Madurai (inklusive freizeitpark: sehr super) und wir sind auf die Hochzeit einer schwester einer ehemaligen Mitarbeiterin gefahren. Die war wie alle anderen Hochzeiten nichts besonderes, aber ganz nett (jetzt war ich schon auf 7, mal schauen, ob ich die 10 noch voll bekomme). Um dorthin zu kommen mussten wir um 5 mit dem Bus los und warn fuer hin und zurueck insgesamt 8 stunden uinterwegs, was insgesamt vielleicht 2 euro gekostet hat. In deutschland wuerde man sich das auch zweimal ueberlegen =), aber hier tickt die uhr anders!
Joa, als Felix dann noch einen tag da war haben wir noch ein bischen was mit den Kids gemacht und abends seeeehr leckere Knoblauch pommfrites (muesst ihr auch mal ausperobieren!!). Abends hab ich mich von den Kindern verabschiedet, das war echt nett. Vorallem meine Fluteclass children ham mich abgeknutscht und wollten auch alle zurueckgeknutscht werden =). Ganz leicht ist mit der Abschied nicht gefallen, aber in einem Monat seh ich sie ja schon wieder.Und jetzt geniess ich erstmal meinen Urtlaub!!
Wie die Ueberschrift schon sagt, war unser erstes Ziel Chennai (Madras), die Hauptstadt von Tamil Nadu. Freitag Morgen gings mit dem Bus los nach Madurai und von dort mit dem Zug nach Chennai. Wir warn so 15 stunden unterwegs. Zug fahrn ist hier aber echt gechillt, da es ja die Sleeperclass gibt, zprich m,an hat betten zum hinliegen und an jeder station oder auch dazwischen laufen leute mit caffe oder tee und eatables vorbei. Ich liebe es!!
In Chennai angekommen gings dann erst mal auf Hotelsuche. Das gebuchte hatte unseren Raum leider schon vergeben, da wir ne stunde zu spaet drann warn. Aber wir wurden dann von einem Marihuana verkaufenden Hotelvermittler in eine ganz neues Hotel (noch eine halbe baustelle) gebracht und ham dort die erste nach in einem kleinen aber ganz annehmbaren zimmer verbracht.
Am morgen wechselten wir dann aber doch in das geplante hotel. Mittags kamen dann auch Lena und Julia an. Somit war / ist unsere Reisegruppe komplett (Caro, Lena, julia, felix und ich).
Den Samstag verbrachten wir zur einen Haelfte im City Centre. Einem grossen Einkaufscentre. Man hat sofort gemerkt, dass dort ausschliesslich die Oberschicht einkaufen geht. Wir kamen uns mit unseren Indischen klamotten indischer als die inder vor. Die meisten hatten naemlich jeans unt t shirt oder sogar kurze!!! kleider an. Normal laestern wir ja ueber westliche touristen, die sich nicht an die klamottenkultur anpassen...aber wenn das nicht mal die Inder tun =D
Die laeden warn auch mit allem ausgestatten. Und auch Marken wie ESprit und Levis etc. warn vertreten.
Caro und ich ham tausend sachen anprobiert, was echt super spass gemacht hat. Toll mal wieder ne Jeans anzuhaben oder n rock.
Die ganzen drei Tage in chennai war es sehr entspannend. Dort sind viele Weisse (vielleicht 5 %), d.h. wir waren nicht besonderes, wurden nicht die ganze zeit angestart oder aufdringlich angesprochen. Wobei wir immer noch eine ueberdurchscnittliche anziehungskraft auf die Maennliche bevoelkerung auswirken....in Deutschland wird unser selbstbewusstsein bestimmt erstmal in den Keller sacken =)
Mittags traf sich felix mit zwei anderen Freiwilligen die zur zeit auch in Chennai waren und wir maedels sind nach noch ein bischen shoppen an den Marina Beach gegangen und haben dort ein bischen entspannt, fotos gemacht und den Sonnenuntergang beobachtet (der aber hinter uns war, da wir uns an der Ostkueste befanden, heut abend sehn wir ihn vielleicht ueber dem Meer!).
Da sich unser Hotel im Muslimischen viertel chennais befand hatten wir ganz neue kulinarische erlebnisse und Felix hat mich zum Shavama essen bekehrt (ein bischen wie doener, aber besser und anders =)
Am Sonntag habe ich mich mit einer ehemaligen Mitarbeiterin des Centres getroffen, die jetzt in Chennai arbeitet. Steffi ist so alt wie ich und wir hatten uns im Centre echt gut verstanden. Deswegen war es schoen zu sehen, wo sie jetzt wohnt. Ihr Hostel ist wirklich schoen, auch wenn ich es mir nicht vorstellen koennte in einem klienen raum mit 5 anderen maedels zu schlafen. Aber es ist kein Mega bau sondern besteht aus drei oder vier haeusern, jedes mit ausenbereich und aufenthalts/tv raum.
Von dort aus fuhren wir zu Revathi. Meine erste lieblingsmitarbeiterin, die im Februar geheiratet hatt und jetzt mit ihrem Mann auch in Chennai lebt. Es war sooo schoen, sie wieder zu sehen und zu sehen, wie sie jetzt wohnt. Leider warn wir nur in der Wohnung ihrer schwaegerin, aber die wasr schoen. Es gab mittagessen von Bananenblaettern und sie hatte extra meine lieblingskartoffeln gekocht (mit viel chilli und yellow powder ). Ich konnte auch ihr hochzeitsalbum anschauen. Auf bestimmt 10 fotos war ich mit drauf...bei den segensfotos (es war eine hinduhochzeit) haben alle so richtig ernst geschaut nur ich habs verraft und einen lachanfall gehabt...aber naja, das hat das album etwas aufgelockert ;-)
Leider mussten wir dann aber schon bald wieder gehen, da Felix,, caro und ich noch zu einer Familie eingeladen waren, die wir auf der Zugfahrt kennengelernt haben. Dort wars echt schoen. Die Familie ist total nett und nicht so aufdringlich. Wir haben mit dem jungen ein bischen cricket gespielt und der frau beim poori machen geholfen. Es gab dann noch das beste chicken ever!! (normal schmeckt mir das nicht so). Und fuer unseren naechsten Chennai besuch wurden wir gleich wieder eingeladen. Das mag ich echt, dass man hier so schnell Leute kennenlernt udn dann auch gleich zu denen eingeladen wird. Das wuerde einem in deutschland als auslaender wahrscheinlich nicht passieren...
Abends gings dann noch ins kino. In "old dogs". Ich hab total viel gelacht, vorallem ueber die Lache ein paar junger Inder hinter uns. Aber es war auch einfach toll mal wieder so was "normales" zu machen,w ie ins kino zu gehen.
Am Montag morgen gings dann erst mal ans packen, dann zum Bahnhof um unser gepaeck in die aufbeewahrung zu geben. Nach dem Fruehstueck gingen lena und ich los um unsere cameras reparieren zu lassen (jetzt geht meine wieder, yuhuuu) und danach trafen wir uns noch mit den anderen in einem park...leider war alles etwas knap und so haben wir unseren zug nur in groesster eile erreicht, aber es hat dann noch alles gut geklappt und gestern um 17.00 startete unsere 15 stuendige fahrt quer durch indien nach Mangalore,wo ichjetzt gerade im Internetcaffe sitze. Um zwei gehts weiter mit dem Zug nach Gokarna unserer naechsten Station.
Noch ganz kurz. Gerade liefen wir auf der suche nach einem Internetcaffe durch die strassen und was sehen wir da? Ein "Spar supermaeket" logo. Da sind wir natuerlich gleich rein. Und es war wie daheim =) Gross und mit allem, was man auch in deutschland bekommt (naja, fast, keine wurst und keinen balsamiko essig =)
Total kuhl. Aber naja, da kann hald auch nur die Oberschicht einkaufen, alles total teuer,fuer indische verhaeltnisse.
So das wars erst mal von mir mit meinen ersten urlaubserlebnmissen.
Bald gibts mehr
grussili